Amphibien- und Reptilienschutz

Amphibienschutz mit Leiteinrichtungen und Tunneln

Wandernde Kröten, Frösche und Molche dauerhaft von der Fahrbahn fernhalten und sicher zum Tunnel leiten. Dafür entwickelt, fertigt und montiert Volkmann & Rossbach AmphibienGuard, eine stationäre Leiteinrichtung aus 2,5 mm feuerverzinktem Stahl, sowie die passenden Betonfertigteile.

Stationäre Amphibienleiteinrichtung AmphibienGuard aus verzinktem Stahl entlang einer Landstraße
Warum stationär

Dauerhafter Amphibienschutz statt jedes Frühjahr ein neuer Krötenzaun

Sobald die Nachttemperaturen im Frühjahr auf etwa +5 Grad steigen, beginnt die Wanderung zu den Laichgewässern. Liegt eine Straße zwischen Winterquartier und Gewässer, endet der Weg für viele Tiere auf der Fahrbahn. Jedes Jahr, an denselben Stellen.

Straßenbauverwaltungen und Planungsbüros müssen den Schutz wandernder Tiere in die Streckenplanung einbeziehen. Mobile Krötenzäune werden häufig während der Frühjahrswanderung eingesetzt. Sie erfordern regelmäßige Kontrollen und, bei Fangeimern, das Umsetzen der Tiere. Eine stationäre Anlage verfolgt ein anderes Konzept.

Eine stationäre Amphibienleiteinrichtung aus Stahl bleibt ganzjährig bestehen und führt Tiere zu Tunneln unter der Fahrbahn. Der saisonale Auf- und Abbau entfällt. Kontrollen und die Pflege der Anlage bleiben erforderlich. Dafür hat Volkmann & Rossbach das unterhaltsarme System AmphibienGuard entwickelt.

Schematische Darstellung: Leiteinrichtung am Bankett führt Tiere zum Tunnel unter der Fahrbahn LEITWAND Überhang gegen Überklettern Lauffläche im Erdreich gegen Unterwandern FAHRBAHN TUNNEL UNTER DER FAHRBAHN Winterquartier / Laichgewässer
Schematische DarstellungLeiteinrichtung am Bankett führt wandernde Tiere zum Tunnel unter der Fahrbahn. Ohne Maßstab, keine Bemaßung.
Auf einen Blick
  • Ganzjährig stationärDer saisonale Auf- und Abbau entfällt. Kontrollen und Pflege bleiben erforderlich.
  • 2,5 mm feuerverzinkter StahlStückfeuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461.
  • Lauffläche und ÜberhangGegen Unterwandern am Fuß, gegen Überklettern am Kopf.
  • MAmS 2000Laut Hersteller entsprechend den Anforderungen des Merkblatts.
Das System

AmphibienGuard: Leiteinrichtung aus 2,5 mm feuerverzinktem Stahl

Das Herzstück jeder Anlage ist das Leitprofil: 2,5 mm Stahlblech, stückfeuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461, in Elementen von 4,00 m Länge und 40 cm Leitwandhöhe. Am Fuß bindet eine 20 cm breite Lauffläche mit 5 cm Abkantung ins Erdreich ein, damit die Tiere nicht unterwandern. Am Kopf verhindert ein 7 cm breiter Überhang mit zusätzlicher 2 cm Abkantung nach unten das Überklettern. Laut Hersteller entspricht das System den Anforderungen des MAmS 2000, dem Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen.

Getragen wird das Profil von gerammten C-Pfosten (50 x 100 x 50 mm, 5 mm Wandstärke) im Regelabstand von 4 m. Bei Passstücken oder aus statischen Gründen lässt sich der Abstand auf 2 m verkürzen. Die Elemente werden über eine 14 cm breite Gegenlasche mit M12-Schrauben verbunden und fugenfrei gesetzt.

Böschungen, Kurven und Gefällewechsel gehören an Landstraßen dazu. AmphibienGuard folgt der Topographie horizontal und vertikal: mit Gehrungsschnitten, Winkelblechen von 10 bis 90 Grad und fugendichten Eckverbindungen. Abweichende Profilhöhen und Laufflächenbreiten fertigt Volkmann & Rossbach auf Anfrage. Alle Details stehen auf der Unterseite Amphibienleiteinrichtungen aus Stahl.

Leitprofil der Amphibienleiteinrichtung AmphibienGuard mit Lauffläche, Überhang und gerammten C-Pfosten
Technische Daten

AmphibienGuard im Überblick

Werte laut Datenblatt und Ausschreibungstext des Herstellers. Abweichende Höhen, Laufflächenbreiten und Pfostenlängen auf Anfrage.

MerkmalAusführung / Planungshinweis
LeitprofilStahlblech 2,5 mm, Elementlänge 4,00 m, Leitwandhöhe 40 cm
Korrosionsschutzstückfeuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461, 60 bis 80 µm
Lauffläche20 cm breit plus 5 cm Abkantung 90 Grad, bindet ins Erdreich ein (Schutz gegen Unterwandern)
Überhang7 cm breit plus 2 cm Abkantung nach unten (doppelter Überkletterschutz)
LeitpfostenC-Profil 50 x 100 x 50 mm, 5 mm Wandstärke, gerammt, Regelabstand 4 m, auf 2 m verkürzbar
VerbindungGegenlasche 14 cm breit, Schrauben M12 x 35, fugenfreier Verbau
GeländeanpassungGehrungsschnitte, Winkelbleche 10 bis 90 Grad, fugendichte Eckverbindung
Regelwerklaut Hersteller entsprechend den Anforderungen des MAmS 2000
Komponenten

Was zu einer kompletten Amphibienschutzanlage gehört

Eine Leitwand allein hält die Tiere nur auf. Erst mit Tunneln, Betonfertigteilen und dem passenden Zubehör entsteht ein geschlossenes System, das Querungen ermöglicht und an Zufahrten, Mulden und Bauwerken keine Lücken lässt. Drei Produktgruppen, jede mit eigener Unterseite.

Bildergalerie

AmphibienGuard, Tunnel und Wildschutzzaun

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Amphibienleiteinrichtung aus Stahl entlang eines Straßenbanketts
01Amphibienleiteinrichtung aus Stahl
Amphibientunnel aus Stahlbeton mit angeschlossener Leiteinrichtung
02Amphibientunnel und Betonfertigteile
Amphibienleiteinrichtung mit aufgesetztem Wildschutzzaun an einer Landstraße
03Leiteinrichtung mit Wildschutz- oder Otterzaun

Wischen oder Pfeiltasten: 3 Bilder

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Amphibienleiteinrichtung aus Stahl

AmphibienGuard: stationäre Leitwand aus 2,5 mm feuerverzinktem Stahl mit Lauffläche gegen Unterwandern und doppeltem Überkletterschutz. Gerammt, fugenfrei, an die Topographie anpassbar. Zur Leiteinrichtung

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Amphibientunnel und Betonfertigteile

Stahlbeton-Stelztunnel unter Straßen und Radwegen, lichte Maße 1,00 x 0,60 bis 0,80 m, Beton C35/45, Verkehrslast SLW 60, Typenstatik liegt vor. Dazu Portalelemente mit Gitterrostabdeckung für Böschungseinschnitte und die Amphibienstopprinne System VR für Feld- und Forstwegzufahrten. Zu den Betonfertigteilen

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Leiteinrichtung mit Wildschutz- oder Otterzaun

Hauptpfosten auf U-Profil-Schiene, mit den C-Pfosten der Leiteinrichtung verschraubt, Geflecht am Überhang fixiert. Laut Hersteller für Rot- und Rehwild nicht überwindbar, kein Durchgraben durch Kleintiere, kein zusätzlicher Grunderwerb. Zur Kombination

Zubehör für die Lücken im System: Der Umkehrkasten führt Tiere am Anfang und Ende der Anlage zurück zum Tunnel. Die Treppenstufe mit Gitterrostpodest sichert Wartungspersonal an Bauwerkstreppen. Die Wasserschütte quert Entwässerungsmulden, ohne dass die Leitwand unterspült wird. Alle drei sind auf der Unterseite Amphibienleiteinrichtungen aus Stahl beschrieben.

Referenzen

Über zwei Kilometer AmphibienGuard in zwei Projekten

B 417 zwischen Hirschberg und Altendiez: Im Zuge der Fahrbahnsanierung lieferte Volkmann & Rossbach als Nachunternehmer 21 Amphibientunnel und montierte knapp 1.300 m AmphibienGuard neben dem Bankett. Im selben Projekt entstanden 400 m Fahrzeugrückhaltesystem Eco-Safe mit Motorradfahrerschutz MPS. Bauzeit Juni 2024 bis April 2025. Zum Projektbericht.

Feuchtwangen, Bayern: Das Montageteam aus Teublitz bei Regensburg verbaute knapp 900 m AmphibienGuard, die Tunnel kamen ebenfalls von Volkmann & Rossbach. Die Leiteinrichtung wurde mit Verbundklebeankern bündig an den Tunnelstirnseiten angeschlossen. Zum Bericht.

An der B 417 kamen Amphibienschutz und Fahrzeugrückhaltesystem aus einem Haus. Für Bauunternehmen und Straßenbauverwaltungen bedeutet das weniger Schnittstellen im laufenden Projekt.

Ablauf

Von der Planung bis zur montierten Anlage

Stationäre Amphibienleiteinrichtung AmphibienGuard aus verzinktem Stahl entlang einer LandstraßeLeitprofil der Amphibienleiteinrichtung AmphibienGuard mit Lauffläche, Überhang und gerammten C-PfostenAmphibientunnel aus Stahlbeton mit angeschlossener LeiteinrichtungAmphibienleiteinrichtung mit aufgesetztem Wildschutzzaun an einer Landstraße
Planung bis Montage01 / 04
  1. 01Gespräch

    Trassenführung, Tunnelanzahl, Anschlusspunkte

    Sie haben eine Auflage aus der Eingriffsregelung, einen Streckenabschnitt mit bekannter Wanderung oder eine Ausschreibung in Vorbereitung? Dann beginnt es mit einem Gespräch über Trassenführung, Tunnelanzahl und Anschlusspunkte.

  2. 02Ausschreibung

    Unterlagen für das Leistungsverzeichnis

    Für Ausschreibungen stellt Volkmann & Rossbach Ausschreibungstexte, Datenblätter, Katalog- und Explosionszeichnungen zum Download bereit.

  3. 03Fertigung

    Leitprofile, Passstücke, Betonfertigteile

    Nach Auftrag fertigt Volkmann & Rossbach die Leitprofile, Winkelbleche und Passstücke. Die Betonfertigteile werden passend zum Tunnelmaß geliefert.

  4. 04Montage

    Rammen, setzen, anschließen

    Die Montageteams von Volkmann & Rossbach rammen die Pfosten, setzen die Profile fugenfrei, schließen die Tunnel an und bauen Umkehrkästen und Stopprinnen ein. Auch als Nachunternehmer im laufenden Straßenbauprojekt, wie an der B 417.

Wie Volkmann & Rossbach Montage und Instandsetzung organisiert, lesen Sie unter Montage und Reparatur.

Häufige Fragen

Fragen zu Amphibienschutz an Straßen

Was ist der Unterschied zwischen einem Krötenzaun und einer Amphibienleiteinrichtung?

Ein Krötenzaun ist in der Regel eine mobile Folie oder ein Kunststoffnetz. Er wird im Frühjahr aufgestellt und nach der Wanderung wieder abgebaut. Die Tiere werden in Eimern gefangen und von Helfern über die Straße getragen. Eine Amphibienleiteinrichtung wie AmphibienGuard ist stationär. Sie steht dauerhaft aus feuerverzinktem Stahl am Bankett, leitet die Tiere zu Tunneln unter der Fahrbahn und funktioniert in beide Wanderrichtungen ohne saisonalen Auf- und Abbau.

Entspricht AmphibienGuard dem MAmS?

Laut Datenblatt von Volkmann & Rossbach entspricht AmphibienGuard den Anforderungen des MAmS 2000, dem Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen in der Fassung von 2000. Dazu gehören die ins Erdreich einbindende Lauffläche gegen Unterwandern, der abgekantete Überhang gegen Überklettern und der fugenfreie Verbau. Auch die Amphibienstopprinne System VR mit 65 mm Längsstrebenabstand führt der Hersteller als MAmS-konform. Welche Fassung des Merkblatts für Ihr Vorhaben maßgeblich ist, stimmen Sie mit der zuständigen Straßenbauverwaltung ab.

Wie hoch muss eine Amphibienleitwand sein?

Die Regelhöhe von AmphibienGuard beträgt 40 cm über Gelände. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern der Überhang: 7 cm breit mit zusätzlicher 2 cm Abkantung nach unten, so dass die Tiere am Kopf des Profils keinen Halt finden. Für besondere Anforderungen fertigt Volkmann & Rossbach abweichende Profilhöhen.

Was passiert an Feldwegzufahrten, Entwässerungsmulden und Böschungen?

Für jede Unterbrechung gibt es ein Bauteil. An Land- und Forstwegezufahrten schließt die Amphibienstopprinne mit Gitterrost die Lücke. Entwässerungsmulden werden mit der Wasserschütte gequert. An Böschungseinschnitten führt das Portalelement mit Gitterrostabdeckung die Tiere bis zum Tunnel. Winkelbleche von 10 bis 90 Grad und Gehrungsschnitte halten die Leitwand auch in Kurven und bei Gefällewechseln fugendicht.

Was kostet eine Amphibienschutzanlage?

Die Kosten hängen von der Streckenlänge, der Anzahl und Länge der Tunnel, der Topographie sowie der Zahl der Zufahrten und Bauwerksanschlüsse ab. Eine Anlage mit 21 Tunneln und 1.300 m Leiteinrichtung wie an der B 417 hat einen anderen Umfang als ein kurzer Abschnitt mit zwei Querungen. Volkmann & Rossbach erstellt auf Basis Ihrer Planunterlagen ein Angebot für Lieferung und Montage. Die Ausschreibungstexte im Download-Bereich helfen bei der Vorbereitung des Leistungsverzeichnisses.

Evelyn Zöller, Abteilungsleiterin Verkauf Amphibienschutz, VOLKMANN & ROSSBACH GmbH
Evelyn ZöllerAbteilungsleiterin Verkauf Amphibienschutz
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Evelyn Zöller, Abteilungsleiterin Verkauf Amphibienschutz, berät Sie zu Trassenführung, Tunnelmaßen, Ausschreibungstexten und Montage. Rufen Sie an: +49 2602 135-521. Oder senden Sie Ihre Planunterlagen über das Kontaktformular.